Informationen zur Behandlung des Lipödems

OP-Dauer

je nach Größe des Areals ca. 2 - 4 Stunden

Narkose Art

Vollnarkose

Klinikaufenthalt

stationär

Kosten

ab 5.359 EUR

Lipödem Therapie

Das Aesthetic Centrum Hannvoer hat sich in den letzten Jahren zu einem überregionalen Zentrum für eine innovative Lipödemtherapie entwickelt.

Als eine der wenigen Praxen im Umkreis bieten wir Ihnen bei der  Behandlung des Lipödems neben einer reinen Absaugung mittels wasserstrahl-assistierter Liposuktion (WAL) auch die Möglichkeit einer gleichzeitigen Hautstraffung durch das sogenannten Bodytite-System oder den Leonardo Laser.

Wir behandeln alle Körperregionen und durch unsere langjährige Expertise in der Handchirurgie wird in unserem Zentrum für Lipödemchirurgie nicht nur die Behandlung der Beine und des Bauches sondern auch die Liposuktion der Arme angeboten und regelmäßig durchgeführt.

Das Lipödem ist eine chronische und fortschreitende Erkrankung, die fast ausschließlich Frauen betrifft und sich durch eine vornehmlich an den Extremitäten lokalisierte Fettgewebsvermehrung und Fettgewebsverteilungsstörung kennzeichnet. Laut aktuellen Berichten gibt es alleine in Deutschland mehrere Millionen Patientinnen mit Lipödem. Am häufigsten findet sich das erkrankte Unterhautfettgewebe an den Oberschenkeln, den Unterschenkel oder auch den Armen. Die genauen Entstehungsvorgänge der Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Das Krankheitsbild ist in den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Phleobologie ausführlich dargestellt und wissenschaftlich belegt.

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Wasserstrahl assistierte Fettabsaugung

Wir verwenden überwiegend die sogenannte Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL), bei der über eine Kanüle mit Doppelkanal das Fettgewebe durch einen fächerförmigen Wasserstrahl aufgelockert und gleichzeitg abgesaugt wird.

Dieses Verfahren ist nachweislich schonender zum Gewebe als andere Techniken und bietet zudem postoperativ kürzere Erholungszeiten. Aufgrund des besonders schonenden Vorgehens eignet sich das abgesaugte Fettgewebe vor allem besser für eine Fettgewebstransplantation (auch Lipotransfer oder Eigenfett-Injektion genannt), da die Zellen hierbei überwiegend intakt bleiben. 

Typisierung des Lipödem

Das Lipödem wird, je nach Lokalisation des erkrankten Fettgewebes, in unterschiedliche Typen unterteilt und lässt sich anhand der Ausprägung in verschiedene Grade einteilen. Nicht selten bleibt es jahrelang nicht richtig diagnostiziert oder wird als einfaches Übergewicht abgetan.

Unterschieden wird zudem zwischen dem Lipödem, einer Lipodystrophie und dem Lymphödem. Diese Krankheitsbilder unterscheiden sich grundsätzlich voneinander und haben auch jeweils andere Therapieansätze.
Lipödeme entstehen durch zu viel Fettgewebe, welches sich vermutlich durch eine genetische, familiäre Vorbelastung oder auch durch hormonelle Faktoren begründen. Ein Lymphödem ist dagegen eine Störung der Funktion der Lymphbahnen, die auch durch andere Erkrankungen oder Operationen ausgelöst werden können. Allerdings kann auch ein fortgeschrittenes Lipödem zu einem Lymphödem führen, so dass in diesen Fällen beide Erkrankungen parallel vorliegen.

Die Lipodystrophie ist eine Störung der Fettgewebsverteilung, die meist an den seitlichen Oberschenkeln (sog. Reithosen) oder auch an anderen Lokalisationen des Körpers auftritt. Sie ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie das Lipödem.

Die Diagnosestellung erfolgt mittels Anamnese (Befragung der Patientinnen zur Ihrer Krankheits-Vorgeschichte) und Untersuchung. Charakteristisch sind das Fettverteilungsmuster an den oberen und unteren Extremitäten, sowie Schmerzempfindlichkeit bei Berührung und eine Neigung zu Hämatomen (blaue Flecke).

 

Lipödem

Leider kann beim Lipödem keine Blutuntersuchung oder apparative Untersuchung eingesetzt werden, um das Lipödem sicher zu diagnostizieren. Die Diagnosestellung erfolgt mittels Befragung der Patientinnen zur Ihrer Krankengeschichte. Charakteristisch sind das spezielle Fettverteilungsmuster an den oberen und unteren Extremitäten die Schmerzempfindlichkeit bei Berührung sowie eine hohe Neigung zu Hämatomen (blaue Flecke).  Sollten Sie den Verdacht auf Vorliegen eines Lipödems haben, können Sie gerne bei uns in der Praxis beraten, eine Untersuchung und Vorstellung bei einer Fachärztin oder Facharzt für Phlebologie, Angiologie oder Lymphologie  sollte trotzdem erfolgen. Insbesondere sollte hier eine Untersuchung der Gefäße erfolgen und eine Erkrankung der Lymphbahnen ausgeschlossen werden.

 

Stadien des Lipödems:

Stadium 1: Die Hautoberfläche ist glatt, das Unterhautfettgewebe (Subkutis) ist verdickt, die Fettstruktur feinknotig verändert.

Stadium 2: Die Hautoberfläche ist uneben, es finden sich meist Dellen und die Fettstruktur ist grobknotig verändert. 

Stadium 3: Das Gewebe ist zusätzlich derber und härter und es zeigen sich deformierende Haut- und Fettlappen.

Stadium 4: Zusätzliches Lipolymphödem

 

Typen des Lipödems:

Typ 1: Das Unterhautfett ist vor allem im Bereich von Gesäß und Hüften vermehrt, die sogenannten Reiterhosen sind die Folge.

Typ 2: Das Lipödem hat sich bis zu den Knien ausgebreitet und es kommt zur vermehrten Bildung von Fett an den Innenseiten der Knie.

Typ 3: Die Erkrankung reicht jetzt von den Hüften bis zu den Fußknöcheln.

Typ 4: Das Lipödem betrifft nun auch noch die Arme. Die Handgelenke sind meist nicht betroffen.

Häufige Fragen

Die Krankheit bleibt häufig lange unerkannt, da sie meist schleichend einsetzt. Die betroffenen Patientinnen bemerken eine allmähliche Zunahme des Fettgewebes, die oft von Schmerzen und einer erhöhten Druckempfindlichkeit sowie der Neigung zu blauen Flecken begleitet wird.

Diese Symptome sind vergesellschaftet mit einem Missverhältnis der Körperproportionen. Bei oft normalem oder gar schlankem Oberkörper findet sich ein vergrößerter Unterkörper- bzw. Extremitätenumfang. Aufgrund der Schmerzsymptomatik und dem ästhetisch störenden Bild erzeugt diese Erkrankung bei den Patientinnen einen hohen Leidensdruck. Oft falsch beraten, versuchen die Patientinnen der Erkrankung durch Sport, Diäten oder andere aufwendige Prozeduren zur Gewichtsreduktion, Herr zu werden. Leider haben all diese Maßnahmen meist nur wenig oder gar keinen Einfluss auf das Krankheitsbild

Die richtige Behandlung des Lipödems beinhaltet neben einer konservativen Therapie mittels physikalischer Entstauung (Tragen von Kompressionsstrümpfen oder –hosen sowie manueller Lymphdrainage) eine Operation in Form einer fachgerecht durchgeführten Absaugung des erkrankten Fettgewebes.

Leider tolerieren viele Patientinnen das Tragen von Kompressionsstrümpfen nicht besonders gut oder sie können es nur schlecht in ihren Berufsalltag integrieren. Zudem verstärken Kompressionsstrümpfe mit hoher Kompressionsklasse (Klasse III) bei vielen Patientinnen die Beschwerden in Form von Schmerzen, da die Erkrankung ja bekanntermaßen eine Druckempfindlichkeit des Gewebes mit sich bringt.

Bis heute vermag es eigentlich nur die Operation, die durch die Erkrankung hervorgerufenen Symptome tatsächlich zu lindern. Zwar kann die Erkrankung letztendlich nicht geheilt, aber dennoch an ihrem Fortschreiten gehindert werden. Wie uns die hohe Rate zufriedener Patientinnen immer wieder zeigt, kann durch die Operationen ein dramatischer Gewinn an Lebensqualität erzielt werden, welcher sich in einer Reduktion der Schmerzen sowie einer Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes äußert. Durch fachgerecht durchgeführte Operationen können viele Patientinnen sogar dauerhaft von ihren Kompressionsmiedern befreit werden.

Die von uns favorisierte Methode der wasserstrahl-assistierten Liposuktion (WAL) ermöglicht es, Fettgewebe zu entfernen und gleichzeitig so schonend wie möglich zu anderen Geweben, wie Blut- oder Lymphgefäßen, zu sein. Rechtzeitig diagnostiziert kann eine Liposuktion gerade im Anfangsstadien der Erkrankung sehr gute Behandlungserfolge aufweisen.

Bei vielen Patienten breitet sich das Lipödem auch auf die unteren Teile des Bauches aus. Hier ist manchmal eine Fettabsaugung nicht zielführend, denn es entsteht dabei erschlaffte Haut, welche als ästhetisch sehr störend empfunden werden kann. In diesen Fällen ist es dann notwendig die schmerzenden Anteile des Bauches im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung zu entfernen.  Bei der Beratung gehen wir gerne auf dieses Thema ein und finden die für Sie optimale Lösung.

Die operative Behandlung des Lipödemes wurde 2013 durch den gemeinsamen Bundesausschuß (GBA) als nicht positives Behandlungsverfahren (NUB) bewertet. Dies bedeutet, dass in den meisten Fällen keine Kostenübernahme einer operativen Behandlung durch die Krankenkasse erfolgt. Aktuell gibt es im Falle des Stadium III der Erkrankung die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Kasse. Das bedeutet, dass die Operationen in den wesentlich häufiger vorkommenden Stadien I und II meist reine Privatleistung bleiben.

Wiederholtes Einholen von Gutachten und Attesten oder langwierige Sozialgerichtsprozesse bewirken bei den Betroffenen oftmals Frust, allem voran aber keinerlei Verbesserung ihres Krankheitsbildes.

Die Plastische und Ästhetische Chirurgie hilft in diesen Fällen durch eine effektive Lipödem-Therapie, deren Kosten individuell bestimmt werden und sich anhand der Lokalisation und dem Ausprägungsgrad der Erkrankungen bemessen. Grundsätzlich können aber pro OP mit Kosten in der Größenordnung von 5380 € inkl. Narkosekosten gerechnet werden.

Die manuelle Lymphdrainage sowie die Kompressionstherapie zur Behandlung des Lipödems, bringen langfristig keine Heilung, allenfalls eine Linderung der Beschwerden. In vielen Fällen ist der einzige dauerhafte Weg die Entfernung des Fettgewebes. Hier bedient sich die moderne Chirurgie meist der Fettabsaugung (Liposuktion).

Die manuelle Lymphdrainage ebenso wie die Kompressionstherapie sind ein essentieller Baustein der erfolgreichen operativen Behandlung. Die Kompressionstherapie wird direkt nach der Operation begonnen und meistens für die Dauer der Behandlungen fortgeführt (mind. jedoch für 6 bis 12 Wochen). Auch die MLD (manuelle Lymphdrainage) sollte schnellstmöglich nach der Operation begonnen werden. Wir empfehlen hier 1-2 Tage nach der OP zu beginnen. Die MLD bieten wir Ihnen bei uns in der Praxis ebenfalls, im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung, als Zusatzleistung an. Sprechen Sie uns einfach an, damit die Behandlung schnellstmöglich nach der Operation begonnen werden kann.

Die Kompressionstherapie sind ein essentieller Baustein der erfolgreichen operativen Behandlung. Die Kompressionstherapie wird direkt nach der Operation begonnen und meistens für die Dauer der Behandlungen fortgeführt (mind. jedoch für 6 bis 12 Wochen). Die Kompressionswäsche sollte hierbei Tag und Nacht getragen werden.

Die Menge der Operationen hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. Als Faustregel gilt, je ausgeprägter der Befund, desto häufiger muss operiert werden. Die Behandlung kann von 1 bis hin zu 8 – 10 Operationen reichen. Auch die Menge der abgesaugten Fettzellen kann von 3 bis hin zu 13 Litern reichen. Hier ist eine große Expertise und eine langjährige Erfahrung des Operateur Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation.

Durch unsere langjährige Expertise in der Handchirurgie wird in unserem Zentrum für Lipödemchirurgie nicht nur die Behandlung der Beine und des Bauches sondern auch die Liposuktion der gesamten Arme (inklusive Unterarme) angeboten und regelmäßig durchgeführt.

Leider bleibt bei einigen Frauen nach der Fettabsaugung, trotz konsequenter Kompressionstherapie, ein erschlaffter Hautüberschuss als Folge des Lipödems zurück. In starken Fällen können hier Straffungsoperationen Abhilfe schaffen. Bei leichteren Varianten können hier die Laser- oder Bodytite™ – Therapie eine effektive zusätzliche Therapieoption darstellen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

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