Informationen zur Bruststraffung

OP-Dauer

1 bis 4 Stunden

Narkose Art

In der Regel Vollnarkose

Klinikaufenthalt

in der Regel stationär

Kosten

ab 6.400 EUR

Bruststraffung

Die weibliche Brust symbolisiert wie kein anderer Körperbereich die Sinnlichkeit und Erotik des weiblichen Körpers. Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften und Stillzeiten können die äußere Erscheinungsform der Brust jedoch stark beeinflussen. Wird der Drüsenkörper durch eine Schwangerschaft voluminöser, kann dieser nach dem Abstillen das Volumen wieder verlieren. Oft bleibt dann ein überschüssiger Hautweichteilmantel zurück, den die Drüse nicht mehr vollständig ausfüllt. In manchen Fällen führt dies zu Unzufriedenheit bei den betroffenen Frauen, die bis hin zu Gehemmtheit und mangelndem Selbstbewusstsein führen kann. Eine Bruststraffung  kann hier ein wichtiger Schritt zu mehr Lebensqualität und Selbstbewusstsein sein.

Je nach Ausgangsbefund werden unterschiedliche Techniken angewendet. Im Vergleich zu einer Brustverkleinerung, bei der als zu groß empfundene Brüste hinsichtlich ihres Volumens reduziert werden, kommt eine Bruststraffung meist ohne relevante Gewebeentfernung aus. Nachdem Drüsenkörper mit Brustwarze und Warzenhof  wieder an eine ästhetisch ansprechende Position gebracht wurden, wird der Hautmantel der neuen Brustform angepasst. Falls das vorhandene Volumen Ihrer Brüste nicht ausreicht, um eine Ihren Wünschen entsprechende Brust zu formen, kann auch der Einsatz von Implantaten oder Eigenfett erforderlich werden. Auch diese Kombinationseingriffe werden von uns im Aesthetic Centrum Hannover regelmäßig durchgeführt.

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Häufige Fragen

Vor dem Eingriff ist ein ausführliches Arztgespräch unerlässlich. Dabei werden Ihre individuellen Wünsche erörtert, der Ausgangsbefund erhoben und mögliche Techniken besprochen. Hierbei werden wir Ihnen auch sämtliche möglichen Komplikationen erläutern.

Vor größeren Eingriffen an der Brust wünschen wir eine vorherige gynäkologische Vorstellung inklusive Ultraschalluntersuchung, um einen gesunden Ausgangsbefund zu gewähren. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Mammographie durchzuführen, was maßgeblich vom Alter der Patientin, der Beschaffenheit des Brustgewebes  sowie einer möglichen familiären Häufung von Brustkrebs abhängt.

Damit Sie mit dem Ergebnis Ihrer Bruststraffung möglichst lange zufrieden sind, sollte der Eingriff nach Möglichkeit erst durchgeführt werden, wenn eine angestrebte Gewichtsabnahme abgeschlossen ist. Zu große Schwankungen des Gewichts können das Gewebe unnötig belasten und im Verlauf wieder zu einer unerwünschten Formveränderung führen. Ebenso empfiehlt es sich, relevante Straffungen erst nach Abschluss der Familienplanung durchführen zu lassen, da Schwangerschaften und Stillzeiten einen erneuten negativen Effekt auf die Form Ihrer Brüste haben können. Hierzu werden wir Sie aber gerne im Detail beraten.

Mindestens zwei Wochen vor der Operation sollten Sie keine Medikamente einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin). Dieser Stoff hat eine gerinnungshemmende Wirkung, was die Blutgerinnungszeit verzögert und somit zu Komplikationen führen kann. Ebenso müssen Immunsuppressiva rechtzeitig vor dem Eingriff abgesetzt werden. Auch auf hormonhaltige Präparate, wie etwa die Antibabypille, sollte wegen einer Erhöhung des Thromboserisikos vorübergehend verzichtet werden. Der Konsum von Nikotin und Alkohol ist in der Zeit vor dem Eingriff auf ein Minimum zu beschränken oder sollte möglichst ganz unterbleiben.

Allergien und die Einnahme von Medikamenten müssen dem behandelnden Arzt unbedingt mitgeteilt werden, ebenso wie eventuell vorliegende Krankheiten, eine Neigung zu blauen Flecken oder lange anhaltenden Blutungen.

Bruststraffungen werden zumeist stationär und in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Umfang des Eingriffs ist mit einem  Aufenthalt von einem Tag zu rechnen. In einigen Fällen kann eine Bruststraffung aber auch ambulant vorgenommen werden. Hier ist es jedoch erforderlich, dass sich eine Begleitperson in der ersten Nacht um Sie kümmern kann. Bei lediglich sehr geringem Strafffungsausmaß kann der Eingriff sogar in örtlicher Betäubung erfolgen.

Je nach Ausgangsbefund und angewandter Technik dauert eine Bruststraffung etwa eine bis vier Stunden.  Welche Art der Operationsmethode bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt von der Größe und Beschaffenheit Ihrer Brüste ab. Bevor die Bruststraffung stattfindet, zeichnet der Chirurg die geplante Schnittführung und die künftige Position der Brustwarzen auf der Haut ein. Es gibt unterschiedliche Techniken zur Straffung der Brust. Grundsätzlich werden diese aber in einer von drei Narbenfiguren resultieren: einem senkrechten „I“, einem „L“ oder einem auf dem Kopf stehenden „T“. Der senkrechte Schnitt verläuft um den Warzenhof und von der 6 Uhr-Position bis zur unteren Brustfalte. Der L-Schnitt kommt bei besonders großen und / oder stark erschlafften Brüsten zum Tragen. Hier verläuft die Schnittführung zusätzlich waagerecht im Bereich der Unterbrustfalte Richtung Außenseite. Wenn ein T-Schnitt durchgeführt wird, folgt noch ein weiterer Schnitt Richtung Innenseite.

Bei allen drei Techniken wird die Brustwarze mitsamt Warzenhof nach oben versetzt und dieser bei Bedarf auch verkleinert. Anschließend wird überschüssiges Fett- und Drüsengewebe entfernt. Der verbleibende Drüsenkörper wird neu geformt und nach oben verlagert. Abschließend wird die Haut wieder verschlossen. Wir verwenden äußerst schonende Operationsverfahren, so dass in vielen Fällen sogar auf die Einlage von Drainagen verzichtet werden kann.

Unmittelbar nach der Bruststraffung wird die Brust sich möglicherweise etwas gespannt anfühlen und es können leichte Schmerzen bestehen. Hiergegen reichen meist handelsübliche Schmerzmittel. Ein speziell angepasster medizinischer BH sollte sechs Wochen lang rund um die Uhr getragen werden.

In der ersten Zeit nach der Bruststraffung werden die Narben noch rot und auffällig sein, sie verblassen jedoch mit der Zeit und passen sich dem restlichen Hautbild an. Um die Narbenheilung zu unterstützen, kann mit speziellen Narbensalben gearbeitet werden, die Sie von erhalten. Auch kalte Duschen helfen dem Gewebe, sich nach einer Straffung besser zu regenerieren.

Im ersten halben Jahr nach einer Bruststraffung sollte eine intensive UV-Bestrahlung – egal, ob natürliches Sonnenlicht oder Solarium – vermieden werden, um eine verstärkte Pigmenteinlagerung in den Narben zu vermeiden. Auch auf das Tragen spezieller BHs, die die Brust stark anheben – etwa Push Ups oder „Wonderbras“ – sollte in der Anfangszeit verzichtet werden.

Unmittelbar nach dem Eingriff sollte nicht geduscht werden; dies ist aber schon nach einigen Tagen wieder möglich. Auch sollten Sie Bewegungen, die den Brustbereich unnötig belasten oder dehnen, vermeiden. Keinesfalls darf zur frühzeitig nach einer Bruststraffung in Bauchlage geschlafen werden. Optimal ist zunächst eine Rückenlage, um die Wundheilung zu unterstützen. Die Arbeitsfähigkeit sollte, je nach beruflicher Tätigkeit, nach 1-3 Wochen  wiederhergestellt sein. Auch leichte Hausarbeiten können zeitnah verrichtet werden. Tätigkeiten, die schweres Heben oder oftmaliges Bücken erfordern, sind jedoch zu unterlassen. Sportliche Aktivitäten sollten in der Anfangszeit vermieden und erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt wieder aufgenommen werden.

Sofern die Operation von einem erfahrenen Chirurgen vorgenommen wird, sind die Risiken einer Bruststraffung sehr überschaubar. In Einzelfällen kann es jedoch – wie bei allen chirurgischen Eingriffen – zu unerwünschten Folgen kommen. Daher ist ein ausführliches Aufklärungsgespräch vor dem Eingriff unbedingt erforderlich.

Blutergüsse und Schwellungen sind fast immer  harmlose Nachwirkungen einer solchen Operation; sie heilen in den meisten Fällen binnen kurzer Zeit und ohne weiteres Zutun ab. Eine seltene Komplikation nach der Bruststraffung sind größere Wundheilungsstörungen, die zu einem Auseinanderklaffen der Operationsnaht führen können. Ebenfalls bedingt durch eine Wundheilungsstörung kann es im Verlauf zur Verbreiterung der Narben kommen. In diesem Fall kann, wenn dieser Umstand stören sollte, eine Narbekorrektur helfen. Infektionen, die aufgrund einer Bruststraffung auftreten, gehören zu den  Ausnahmefällen.
Selten kann es zu Sensibilitätsstörungen in der Brust und der Brustwarze kommen. Diese häufig nur leichte Taubheit der Haut verschwindet in den meisten Fällen während des Heilungsprozesses ganz von allein. Nur in Einzelfällen bleibt eine Sensibilitätsstörung dauerhaft bestehen.

Während der Bruststraffung werden die beiden Brustwarzen und Warzenhöfe zusammen mit einem Teil der sie versorgenden Blutgefäße und Nerven versetzt. Dies kann in Ausnahmefällen zu Durchblutungsstörungen von Brustwarze und Warzenhof führen. Die Stillfähigkeit bleibt, je nach Technik, meist erhalten. Dennoch kann es in Einzelfällen passieren, dass die Stillfähigkeit nach der Bruststraffung eingeschränkt ist oder gar wegfällt.

Mit der Zeit wird sich das Gewebe einer gestrafften Brust wieder ein wenig absenken. Daher wird in einigen Fällen eine leichte, sogenannte Überkorrektur durchgeführt, die diesem Effekt schon im Vorfeld Rechnung trägt. Trotz eines optimalen Ergebnisses kann es in Einzelfällen mit der Zeit zu seitendifferenten Veränderungen der Brustform kommen, welche sich aber mit meist kleineren Korrektureingriffen ausgleichen ließen, falls dies gewünscht wäre.

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