Informationen zum Magenballon

OP-Dauer

ca. 30 Minuten

Narkose Art

Dämmerschlaf

Klinikaufenthalt

ambulant

Kosten

ab 3059 EUR

Magenballon

Übergewicht ist ein heutzutage weit verbreitetes Gesundheitsrisiko und wird zudem von vielen Betroffenen als Störfaktor ihrer Lebensqualität empfunden. Eine bisher noch relativ wenig verbreitete Möglichkeit zum Abnehmen bei Patienten mit schwer behandelbarem Übergewicht besteht im Einsetzen eines sogenannten Magenballons, der für einige Zeit im Magen verbleit und dadurch schneller ein Sättigungsgefühl auslöst.

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Was ist der Magenballon?

Der Magenballon besteht aus weichem Silikon, welches aber für die Magensäure kaum angreifbar ist und die Magenschleimhaut auch nicht reizt. Er wird mit einer Kochsalzlösung gefüllt, welcher ein ungiftiger Farbstoff namens Methylenblau zugesetzt ist. Dieser dient als Sicherheit für den äußerst unwahrscheinlichen Fall einer Schädigung der Ballonhülle. Dann würde der mitsamt der Füllflüssigkeit austretende Farbstoff vom Magen-Darmtrakt aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden werden, was zu einer sichtbaren Verfärbung des Urins führt. Der Patient würde somit auf die Schädigung hingewiesen werden und könnte den Arzt konsultieren, damit dieser den Ballon wieder entfernt. Je nach Lage könnte der Ballon in solchen Fällen entweder endoskopisch entfernt werden oder man scheidet ihn auf natürlichem Weg wieder aus. Normalerweise kann der Ballon durch seine Größe den Mageneingang oder -ausgang aber nicht passieren und bleibt daher für den vorgesehenen Zeitraum innerhalb des Magens lokalisiert.

Es existieren zwei unterschiedliche Ballons, die sich hinsichtlich der möglichen Verweildauer im Magen unterscheiden. Einer ist für einen Zeitraum von sechs Monaten konzipiert, der Spezialballon sogar für die Dauer eines ganzen Jahres. Falls das Zielgewicht innerhalb dieser Zeit nicht erreicht worden sein sollte, kann entweder gleich im Anschluss oder nach einigen Wochen ein neuer Ballon eingeführt werden. Insgesamt sollten die jeweiligen Implantate aber keinesfalls länger als vorgesehen im Magen belassen werden, da ansonsten eine Materialermüdung eintreten würde, welche zum Einreißen der Ballonhülle führen könnte.

Magenballon Funktionsweise

Durch das Ausfüllen des Magens durch den Ballon wird nach Nahrungsaufnahme ein frühes Völlegefühl erreicht. Hungern ist bei dieser Methode zur Gewichtsreduktion daher nicht nötig. Bei vielen Diäten wird dies zwar versprochen, trifft in Wahrheit aber meist nicht zu. Gerade mit Hungergefühlen fällt es jedoch besonders schwer, auf reichhaltige Mahlzeiten zu verzichten.

Kalorienreduzierte Diäten haben eines gemeinsam: Sie begünstigen den sogenannten “Jo- Jo- Effekt“. Hierbei erfolgt direkt nach einer Diät eine erneute Gewichtszunahme, die den vorher erreichten Gewichtsverlust übersteigt, sodass das Körpergewicht und der Körperfettanteil quasi hochgeschaukelt werden. Zustande kommt dieses Phänomen dadurch, dass der Körper seinen Energiebedarf aufgrund des mangelnden Angebotes während einer Diät reduziert. Dieser reduzierte Bedarf an Energie bleibt jedoch auch noch längere Zeit nach einer Diät bestehen, wohingegen der Abnehmende nach Erreichen seines Wunschgewichts oft in gewohnte Essensmuster zurückfällt.

Die Folge ist nun ein relatives Überangebot an Energie, welche in Form von Fett gespeichert wird – quasi für “schlechte Zeiten” wie beispielsweise eine erneute Diät. Somit bleibt der Versuch der Gewichtsabnahme für viele längerfristig oft frustrierend. Leider kann dieses generelle Problem bei der Gewichtsabnahme auch durch den Magenballon nicht gänzlich gelöst werden. Deshalb empfiehlt es sich, mit Experten (z.B. Ernährungsberatern) ein Therapiekonzept aus Magenballonimplantation in Verbindung mit einer längerfristigen Ernährungsumstellung zu erarbeiten, sodass das Gewicht nach der Entfernung des Ballons konstant bleibt. Fragen Sie uns – Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Weitere Informationen finden Sie hier

Häufige Fragen

In Betracht kommt eine Magenballonbehandlung für volljährige Patientinnen und Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 27. Ihren BMI können Sie selbst errechnen, indem Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch Ihre Körpergröße in Metern zum Quadrat teilen. Alternativ existieren BMI-Rechner im Internet, die Ihnen den Wert komfortabel berechnen. Bei einem BMI zwischen 27 und 36 werden sehr gute Ergebnisse erzielt. Für diese Personen erscheinen bariatrische Operationen wie eine Magenverkleinerung oder gar ein Magenbypass noch nicht angebracht. Ferner kann die Einbringung eines Ballons vor einer geplanten Fettabsaugung sinnvoll sein, da Operationsergebnisse hierdurch verbessert und -risiken verringert werden können. Auch ist eine Ballontherapie für Patientinnen und Patienten interessant, die nicht abnehmen können, weil sie unter einem ständigen Hungergefühl leiden. Gerade diese Gruppe tut sich aus nachvollziehbaren Gründen schwer, Diäten einzuhalten.

Nicht in Betracht kommt diese Behandlungsmethode für Patientengruppen mit speziellen Risiken, wie z.B. Vorliegen einer großen Zwerchfellhernie, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Schwangerschaft, bestehenden Magenulcera oder ähnlichem. Ob eine Implantation in Ihrem Fall zu erwägen ist, besprechen wir gerne mit Ihnen persönlich.

Der Magenballon unterstützt sie, wenn Sie überschüssige Kilos verlieren möchten sowie Ihre Essensportionen reduzieren wollen. Maßgeblich für den mittel- und langfristigen Erfolg ist jedoch ebenso eine ausgewogene und gesunde Ernährung, denn nur dann werden sich die Erfolge einstellen, die Sie sich erhoffen. Bei uns im Aesthetic Centrum bieten wir Ihnen die Möglichkeit von unseren Experten zu profitieren. Wir können Ihnen in Ergänzung zur Magenballoneinlage auch die persönliche und individuell auf Sie abgestimmte Beratung, durch unsere Ernährungsexperten anbieten. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin und wir werden einen für Sie individuellen Plan erstellen.

 

Die Erfahrung zeigt uns, dass mit der 6 Monatstherapie bis zu 25 KG

und mit der 12 Monatstherapie bis zu 35 KG Gewichtsreduktion möglich und gut zu erzielen sind.

Vor der Einbringung des Ballons wird es neben dem individuellen Beratungsgespräch in unserer Privatpraxis in Hannover noch einen Termin für ein Aufklärungsgespräch bei dem Sie anschließend behandelnden Gastroenterologen geben.

Der Eingriff selbst erfolgt im Rahmen einer Magenspiegelung. Es ist also keine Operation vonnöten! Die Patientin bzw. der Patient befindet sich während der Balloneinlage in einer Art Dämmerschlaf. Zunächst werden Speiseröhre und Magen inspiziert. Lassen sich hier keine therapiebedürftigen Auffälligkeiten feststellen, wird der Ballon durch Mund und Speiseröhre in den Magen eingeführt und dort über einen Schlauch langsam mit der Lösung befüllt. Ein selbstschließendes Ventil dichtet den Einlass nach Entfernen des Schlauches ab. Beim Jahresballon funktioniert die Technik ein wenig anders. Hier befindet sich am Ballon ein äußerst flexibler Schlauch, der mittels Endoskop über die Speiseröhre aus dem Mund herausgezogen und dort befüllt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass der Ballon nach einem halben Jahr nachbefüllt werden kann, falls man als Patient das Gefühl haben sollte, die Effekte der Behandlung hätten allmählich etwas nachgelassen. So kann der Abnehmerfolg nochmals gesteigert werden. 

Nach der Balloneinlage bestehen meist für einige Tage ein Völlegefühl mit Übelkeit, die aber medikamentös behandelt werden können und dann meist rasch abklingen.

Sofern der Eingriff von einem erfahrenen Endoskopiker vorgenommen wird, sind die Risiken als gering einzustufen und beschränken sich im Grunde genommen auf jene, die sie auch bei jeder sonstigen Magenspiegelungen haben. Die Wahrscheinlichkeit eines Ballonhüllendefekts ist überaus gering und würde sich über die Aufnahme der gefärbten Flüssigkeit durch eine Färbung des Urins bemerkbar machen, so dass Ihnen genug Zeit bliebe, den Ballon entfernen zu lassen. Selbst, wenn ein Hüllendefekt unbemerkt bliebe, würde dies nicht zwingend einen vollständigen Kollaps des Ballons mit  einem Wandern der Hülle in den Darm bedeuten. Sollte dies wider Erwarten dennoch geschehen, kann die Hülle über den ganz natürlichen Weg ausgeschieden werden. In Zusammenschau ist das Risiko für einen Darmverschluss also verschwindend gering. Sie werden auch im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs nochmals dezidiert über sämtliche möglichen Risiken informiert.

 

Wir empfehlen unseren Patienten sich meist auf eine Erholungszeit von 5 bis 7 Tagen einzustellen. Sie sollten in dieser Zeit mit einem Völlegefühl sowie Übelkeit rechnen. Hierfür erhalten Sie jedoch Medikamente, die Abhilfe schaffen. Ob und wann Sie wieder zur Arbeit können, hängt mit der verrichteten Tätigkeit und dem individuellen Empfinden zusammen. Sie werden auch im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs nochmals dezidiert über sämtliche möglichen Risiken und individuell Ausfallzeiten informiert.

Nach den oft erheblichen Gewichtsreduktion durch eine Magenballontherapie kann unter Umständen die zuvor überdehnte Haut an einigen Körperstellen schlaff herabhängen. Dies tritt bevorzugt an Oberschenkeln, Bauch, Hals und Oberarmen auf. Ist dieser Effekt sehr ausgeprägt, und hat sich der Hautüberschuss mit der Zeit nicht von selbst zurückgebildet, kann eine Hautstraffung nötig werden. Dabei wird der Gewebeüberschuss entfernt, die Haut geglättet und die entstandenen Hautränder adaptiert. Leider lässt sich dabei die Entstehung von Narben nicht vermeiden, auch wenn die Schnittführung an möglichst diskreten Stellen erfolgt, die sich später leicht verdecken lassen.

Hier wären Sie im Falle des Falles in den richtigen Händen, denn Straffungsoperationen gehören zu den Eingriffen, die wir regelmäßig durchführen. Zudem verfügen wir über moderne und innovative Straffungsgeräte, die Ihnen in vielen Fällen sogar ohne große Narben zu einer strafferen Haut verhelfen.

Als Kooperationspartner erhalten Sie bei uns alle erforderlichen Informationen über die Implantation des Magenballons. Gerne beraten wir Sie bei uns in Hannover in angenehmer Atmosphäre.

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